Kooperation, die Kunden echten Mehrwert bringt
HACK Formenbau und HB-Therm vertiefen ihre Zusammenarbeit mit dem Ziel, durch ein gemeinsames Verständnis der Gesamtzusammenhänge einen nachhaltigen Mehrwert für Endkunden zu schaffen.
Wenn zwei Technologieführer an einem Strang ziehen, entwickeln sich neue Potenziale. Das gilt auch für HACK Formenbau und HB-Therm, die gemeinsam an neuen Innovationen für die Kunststofftechnik arbeiten. Und zwar durch die Zusammenführung von Erkenntnissen in den Bereichen Formenbau und Temperierung. Denn wer hier über den Tellerrand hinausblickt, sieht das grosse Ganze. Es geht um das Zusammenwirken von Maschinen, Werkzeugen und Temperierung in übergeordneten Produktionsprozessen. Denn nur, wenn alle Abhängigkeiten erkannt und umfassend berücksichtigt werden, entstehen qualitativ hochwertige Produkte schnell und wirtschaftlich.
Die HACK Formenbau GmbH aus Kirchheim unter Teck, Deutschland, ist ein international tätiges Unternehmen und bekannt für hochleistungsfähige, präzise Spritzgussformen. Das Portfolio umfasst Einkomponenten-, Mehrkomponenten- und Multikavitäten-Werkzeuge, die in unterschiedlichsten Branchen eingesetzt werden – von Medizin, Pharma und Dental über Optik, Personal Care und Verpackung bis hin zu technischen Anwendungen. Typische Produktgruppen sind unter anderem Auto-Injector, Well Plates, Insulin Pens, Inhaler, elektrische Zahnbürsten, Closures und Bürsten. Mit einer klaren Exportorientierung hat HACK seine Märkte weltweit etabliert. HACK und HB-Therm kennen und schätzen sich schon lange, wobei eine Zusammenarbeit zunächst nicht unmittelbar ersichtlich ist, denn Temperiergeräte schaffen die Kunden eher gemeinsam mit der Maschine an und zunächst weniger im Zusammenhang mit den Werkzeugen, die darauf laufen. Deshalb ergibt es umso mehr Sinn, auch in diese Richtung zu kooperieren, um die Herstellungsprozesse ganzheitlich in ihren Auswirkungen zu betrachten, effektiver, effizienter und damit für die Endkunden auch wirtschaftlicher zu gestalten.
Wer ist HACK und was macht das Unternehmen aus?
Die HACK GmbH wurde im Jahr 1956 von Siegfried Hack gegründet und wird heute von Gunnar Hack, dem Eigentümer und alleinigen Geschäftsführer, geleitet. In den Jahren 1999, 2015 und zuletzt 2025 wurde der Standort durch Neubauten und Erweiterungen kontinuierlich vergrössert. Die Produktionsfläche hat sich dabei von anfangs 300 Quadratmetern auf mittlerweile 15.000 Quadratmeter ausgedehnt. Permanente Weiterentwicklung in der Produktion und im Formenbau sowie die Umsetzung individueller Technologien zeichnen HACK aus.
HACK startete mit dem Fokus auf den Präzisionsformenbau und belieferte schon damals namhafte Kunden – ein Anspruch, der bis heute gilt. Mittlerweile international aufgestellt und nach DIN ISO 9001 zertifiziert, bietet das Unternehmen als One-Stop-Shop Leistungen von der Produktentwicklung bis zur Komplettvalidierung von Fertigungszellen. Dabei setzt HACK auf weitgehende Automatisierung, ein firmeneigenes Technikum zur Bemusterung und Validierung sowie digitale Lösungen wie «moldlife-sense» und «moldlife process» aus der eigenen HACK Digital Solutions.
HACK versteht sich nicht nur als Werkzeugbauer, sondern als strategischer Partner, Berater und Entwickler für komplette Produktionszellen und Grossprojekte. Somit werden auch die Anknüpfungspunkte zu HB-Therm klar. Besondere Stärken liegen in der hohen Fertigungstiefe, der vollständigen Eigenleistung in Entwicklung, Konstruktion, Inbetriebnahme und Überprüfung sowie in einer engen Kundennähe und einem hohen Kompetenzlevel der Mitarbeitenden. In puncto Nachhaltigkeit setzt HACK auf Ökostrom und ist durch Ecovadis bronze-zertifiziert.
Wie HACK auf globale Herausforderungen reagiert
Der wirtschaftlichen Lage und globalen Herausforderungen wie Zöllen begegnet das Unternehmen bewusst und entschlossen. Das maximale Qualitätsverständnis wird hierbei immer wichtiger. Auch der Wettbewerb mit chinesischen Formenbauern stellt keine Bedrohung dar, wie CEO Gunnar Hack festhält: «HACK verfügt durch sein umfassendes Dienstleistungsangebot und seine digitale Expertise über einzigartige Wettbewerbsvorteile. Unser Technikum spielt dabei eine zentrale Rolle. Dort können wir Innovationen entwickeln und erproben – auch gemeinsam in unserer vertieften Kooperation mit HB-Therm.» Heute beschäftigt die HACK GmbH rund 200 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 50 Millionen Euro.
Temperiergeräte von HB-Therm: Von Series 4 bis Series 6 im Einsatz
Die Unternehmen kennen sich schon länger, die HACK GmbH setzt seit Jahren auf die Temperiertechnologie von HB-Therm. In den Produktionshallen sowie im Technikum von HACK stehen deshalb Temperiergeräte von der Series 4 bis zur Series 6.
Die HACK GmbH nutzt aktuell verschiedene Modelle bis hin zur neuesten Gerätegeneration Thermo-6. Gunnar Hack kennt «keinen Mitbewerber, der auf dem gleichen technischen Stand ist.» Insgesamt sind 16 Temperiergeräte im Einsatz, die flexibel sowohl an Technikumsmaschinen als auch an Kundenanlagen angeschlossen werden können.
Simon Becker, Prozessingenieur bei Hack Formenbau GmbH, sagt dazu: «Die Integration der neuen Thermo-6-Geräte verlief reibungslos und ohne technische Hürden. Besonders schätzen wir die hohe Prozesssicherheit, die Durchflussüberwachung, die verschiedenen Pumpenbetriebsarten und die Funktion des zyklischen Systemwasseraustauschs, aber auch das moderne Design der Geräte.» Vor allem bei der Auslegung bzw. der zuverlässigen Einhaltung des DeltaT für eine optimale Temperaturbalance spielen die Thermo-6 ihre Vorteile aus. Die hohe Präzision der Werkzeugtemperierung ist von elementarer Bedeutung, da sie sowohl die Produktqualität als auch die Langlebigkeit der Werkzeuge beeinflusst. «Durch die Ultraschall-Durchflussmessung der HB-Therm-Geräte können selbst kleinste Volumenströme ab 0,4 l/min zuverlässig und ohne Verzögerung erfasst werden – ein entscheidender Vorteil bei Werkzeugen etwa mit engen Querschnitten.»
Strategische Partner: HACK und HB-Therm
HB-Therm wird bei HACK als strategischer und zukunftsorientierter Partner wahrgenommen, dessen Technologie im Markt führend ist. Die benutzerfreundliche Bedienung, innovative Features wie in der mobilen App das e-cockpit, regelbare Pumpen und eine einfache Verbindung zu den Spritzgiessmaschinen über verschiedene Schnittstellen heben HB-Therm deutlich von anderen Anbietern ab. Auch die lebenslange Garantie auf Heizung und Durchflussmesser wird als wichtiges Qualitätsmerkmal gesehen – insbesondere im Vergleich zu früheren Erfahrungen mit anderen Herstellern.
Die Kommunikation zwischen Anlage und Thermo-6 erfolgt über OPC UA-Schnittstellen, die auf diese Weise eng mit dem eigenen Monitoring-System «moldlife-sense» zusammenarbeiten können. Das eigenständige, computerbasierte System funktioniert über eine komplette Werkzeug-Sensorik und ist vollständig in die Kunststoffspritzgussform integriert. Es überwacht deren kompletten Lebenszyklus. Das System erlaubt ein genaues Monitoring von Störungen, Stillstand und Wartungen. Mit Hilfe der Sensoren werden eine Vielzahl von kritischen Einflüssen proaktiv, wie etwa an den Thermo-6, erkannt und Bediener oder optional Controller benachrichtigt, bevor hohe Kosten entstehen.
Digitalisierung als Zukunftsthema
Das firmeneigene Tochterunternehmen «HACK Digital Solutions» unterstreicht das Engagement für Industrie 4.0 und Digitalisierung. Dabei ist die Technologie der Thermo-6 laut Aussage von HACK sehr viel weiter entwickelt und allen anderen voraus. Ideale Voraussetzungen für die Integration in bestehende Systeme. Dazu gehören umfangreiche Datenermittlung und -aufzeichnung sowie deren Analyse mit präventiven Handlungsvorschlägen. Hinzu kommt die einfache Bedienung sowie die erweiterten und für die heutige Zeit unerlässlichen Remote Features wie die Fernwartung über e-cockpit. Die Verbindung zu den Spritzgiessmaschinen erfolgt «plug and play» und die regelbaren Pumpen sind gemeinsam mit der umfassenden Überwachungsqualität essenziell für einen energieeffizienten sowie prozesssicheren Betrieb.
Die Partnerschaft hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt. Neben der Erweiterung des Maschinenparks durch Thermo-6-Geräte wurden auch gemeinsame Schulungsmassnahmen initiiert, um das Wissen über die Temperiertechnologie bei HACK zu vertiefen und die Anwenderkompetenz durch intensiven Wissenstransfer nachhaltig zu stärken. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht es beiden Partnern, noch innovativere Lösungen zu entwickeln und die Prozesseffizienz nachhaltig zu steigern.
Was die intensivierte Partnerschaft für HACK bedeutet
HACK betrachtet Kooperationen bereits seit über 20 Jahren als zentralen Bestandteil der eigenen strategischen Ausrichtung. Dadurch erweitert das Unternehmen kontinuierlich sein Portfolio und verbindet unterschiedliche Kompetenzfelder im Sinne eines Generalunternehmens zur ganzheitlichen Kundenbetreuung miteinander.
Die Kooperation mit HB-Therm beruht auf der Vision, Spritzgiessform und Temperiergerät als ganzheitliches System zu verstehen. Diese Systembetrachtung spielt eine entscheidende Rolle für die Qualität und Effizienz im Spritzgiessprozess – insbesondere bei Themen wie Verschleissvermeidung, Rheologie und Artikelgenauigkeit. HACK sieht Temperiergeräte als integrale Bestandteile des zukünftigen Formenbaus und strebt durch die Zusammenarbeit eine gezielte Know-how-Erweiterung und innovative Produktentwicklung an. Beide Partner wissen laut Marco Lammer, Area Sales Manager bei HB-Therm, wie wichtig die Werkzeuggestaltung, etwa von Kühlkanälen, auch für die Effizienz eines Temperiergeräts ist. «Auch hier sehen wir viel Potenzial, um dem Endkunden einen Mehrwert zu erbringen. Daher ist es natürlich vorteilhaft, wenn man die Temperiergeräte gleich mit einstellt und validiert. Das bringt letztlich viel für eine energieeffiziente Temperierung. HACK und HB-Therm können den Kunden bei einer getesteten Gesamtanlagenlösung also HB-Therm Geräte auch evidenzbasiert empfehlen.»
Konkreter Mehrwert für alle Kunden
Gunnar Hack hebt hervor: «Für unsere Endkunden ergibt sich daraus ein konkreter Mehrwert: Statt einzelner Komponenten bieten wir eine perfekt abgestimmte Gesamtanlage im Package an – von der Pilotphase bis zur Serienproduktion. Das Technikum von HACK ermöglicht praxisnahe Schulungen entlang der gesamten Prozesskette, was wir als extrem wertvoll für den Wissenstransfer einschätzen.
Die Partnerschaft mit HB-Therm bringt Synergien mit sich – neben dem Sektor gemeinsame Kundenschulung auch im Bereich Digitalisierung. Zusammen werden Themen wie Usability, Nachhaltigkeit und Industrie-4.0-Konzepte sowie Predictive Maintenance vorangetrieben. Funktionen wie die Durchflussmessung und die regelbare Pumpe an den Temperiergeräten ermöglichen eine präzise Abstimmung auf unsere Werkzeuge, was Energieeffizienz und Flexibilität erhöht.»
Wie HB-Therm die intensivierte Kooperation sieht
Die Kooperation zwischen HB-Therm und HACK markiert auch für HB-Therm einen strategisch und technisch vielversprechenden Schritt, der auf eine engere Verzahnung und möglichst frühzeitige Integration der Temperiertechnik in die Projekte von Endkunden abzielt. Durch diese umfassende Einbeziehung in Entwicklungsprozesse und Werkzeugabnahmen möchte HB-Therm nach den Worten von CEO Reto Zürcher «einen spürbar positiven Effekt erzielen und so das Vertrauen potenzieller Partner stärken. Im Zentrum steht dabei der enge Kundenkontakt, denn wir verstehen uns nicht nur als Zulieferer, sondern als langfristiger Partner. Die Kooperation bietet uns eine ganzheitliche Betreuung über Engineering, Geräteauslegung, Installation, Schulung und Service, ergänzt durch gemeinsame Prozessspezifikationen mit temperiertechnischem Fokus.»
Marco Lammer ergänzt: «Die gemeinschaftliche Betreuung erstreckt sich über Bereiche wie Engineering, Geräte-Auslegungen, Installationen und Anbindungen der Geräte, ganzheitliche Schulungen auf den spezifischen Anwendungen, ganzheitliche Prozess-Spezifikationen inklusive temperierteschnischer Inhalte sowie den Service. HACK und HB-Therm haben sehr viele Gemeinsamkeiten, weshalb die Kooperation strategisch, technisch und auch menschlich von Anfang an sehr positiv verlief.»
Der Wissensaustausch mit HACK fördert auch die zielgerichtete Weiterentwicklung von Temperiergeräten, insbesondere durch den direkten Dialog mit dem Formenbau. Ein besonderes Augenmerk gilt den praxisnahen Schulungen im Technikum. Kunden erleben die Geräte in realen Anwendungen und können direkt am Beispiel geschult werden, insbesondere bei Werkzeugabnahmen. Diese Möglichkeit verbessert den Wissenstransfer und stärkt die Kundenbindung.
Weitere gemeinsame Ziele sind Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Ein intelligentes, gemeinsam ausgearbeitetes Temperierkonzept soll Endkunden sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bieten. Die langfristig orientierte Partnerschaft ist für beide Seiten offen und ideenreich: Durch den Austausch wachsen neue Projekte und Möglichkeiten, die vor allem den Endkunden nutzen sollen.
Zur K-Messe 2025 wird in Zusammenarbeit mit Arburg und HACK am Arburg-Stand eine intelligente Fertigungszelle für den Pen-Markt vorgestellt.
Wie sieht die (gemeinsame) Zukunft aus?
Im Hinblick auf die Zukunft verfolgt HACK ambitionierte Ziele: Globales Wachstum durch Dienstleistungsausbau, Digitalisierung der Prozesse und Entwicklung neuer Produkte mit Schwerpunkt auf Komplettlösungen. Die Integration von additiver Fertigung, digitaler Infrastruktur sowie die Entwicklung einer digitalen Kompetenzdatenbank für gemeinsames Wissen sind Teil der Strategie – und bringen weltweite Transparenz in alle Produktionsstätten der Kunden wie auch der Partner. Das Thema Nachhaltigkeit wird weiter eine zentrale Rolle spielen – etwa durch Projekte zur Kreislaufwirtschaft und Reduktion des Materialverbrauchs.
Gunnar HACK abschliessend: «Die Partnerschaft mit HB-Therm und ihrer Kombination aus Fachwissen, Technologietransfer, Digitalisierung sowie strategischer Dienstleistung ebnet beiden Unternehmen den Weg für innovative und nachhaltige Lösungen in der Kunststoffverarbeitung – und damit auch zum Kunden.»